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Pilzvergiftung - Was ist zu tun? 14.09.2011 20:59 Uhr
Diese Sofortmaßnahmen sind für alle, die möglicherweise giftige Pilze gegessen haben:
  • Rufen Sie einen Arzt, z.B. Ihren Hausarzt, oder verständigen Sie eine der Gift-Notruf-Zentralen oder wenden Sie sich ans nächste Krankenhaus.
  • Bewahren Sie alle Reste der Pilze (auch Putzreste, ggf. sogar Erbrochenes) auf und geben es z.B. bei Einlieferung in der Notaufnahme ab.
  • Verwenden Sie möglichst keine Hausmittel! Wirksame Hausmittel gibt es bei einer Pilzvergiftung nicht!
  • Milch trinken ist immer falsch!
  • Salzwasser trinken, um zu Erbrechen ist falsch!
  • Kohletabletten gegen Durchfall können sehr von Nachteil sein und sogar Ihre Überlebenschancen mindern.
  • Erbrechen ist nur dann anzuraten, wenn der Verzehr von Giftpilzen nicht mehr als 6 Std. zurückliegt (Finger in den Hals oder ähnliches).
  • Halten Sie sich an die Reihenfolge dieser Sofortmaßnahmen.
Versuchen Sie nicht, zuerst selbst nach der Ursache zu forschen oder gar auf Verdacht hin zu 'behandeln'. Das sollten Sie in jedem Fall den ausgewiesenen Medizinern und Mykologen (Pilzkundlern) überlassen.

Die häufigsten Ursachen für Pilzvergiftungen:
  • Pilze sind bereits zu alt (aus eigenem Sammelgut, aus Verkauf und aus fremder Verarbeitung!) oder wurden zu lange, bzw. falsch gelagert (Unterbrechung der Kühlkette, nicht atmende Plastikverpackung, tagelang in Kellern und Kisten usw.)
  • Pilze sind roh oder ungenügend gedünstet gegessen worden. Rohe Speisepilze sind im Allgemeinen giftig. Ausnahmen: Kulturegerling (Zuchtchampignon), Steinpilz und einige wenige andere Arten sind roh genießbar.
  • Verwechslung und Verzehr von Giftpilzen, die z.B. durch Unachtsamkeit, in die Mahlzeit gelangten.
  • Allergieähnliche Inhaltsstoffe und individuelle Wirkungen, die noch unzureichend bekannt sind.
  • Allgemeine Unverträglichkeitsreaktionen auf Pilze. Es gibt eine kleine Minderheit von Mitmenschen, die einige oder gar alle Speisepilze nicht vertragen.